Interviewfragen an Dagmar Weiß, Schulleiterin der Berufsfachschule für Pflege der Ludwig Schlaich Akademie GmbH in Waiblingen Wofür bilden sie aus? Unsere Berufsfachschule für Pflege bildet aktuell Altenpfleger*innen (3-jährige Ausbildung), Altenpflegehelfer*innen (1-jährige Ausbildung) aus. Ab dem 1.Oktober 2020 starten wir mit dem ersten Ausbildungskurs für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Zusätzlich bieten wir im Rahmen der beruflichen Fort- und Weiterbildung die Weiterbildung zur „Palliative Care Fachkraft“ an und die Weiterbildung für „Praxisanleiter*innen in der Pflege“. Welche Perspektiven sehen Sie für die Auszubildenden? Die Auszubildenden erlernen mit dem Pflegeberuf einen höchst anspruchsvollen Beruf, bei dem viel Fachwissen und Können benötigt wird, da jeder pflegebedürftige Mensch mit seiner eigenen Lebensgeschichte, die er mitbringt, individuell gepflegt werden möchte. Zudem bietet das Berufsfeld der Pflege krisensichere Jobs. Der Pflegebereich ist ein...

Kreise ziehen. Unser Wagnis, den Frauenkalender 2020 im Selbstverlag zu veröffentlichen, ist geglückt. Das Interesse an unserem Projekt hat uns riesig gefreut. Schon Ende Oktober 2019 war der Frauenkalender 2020 ausverkauft. Deshalb war klar: Wir machen weiter. Und jetzt ist er da, der Frauenkalender 2021: Kreise ziehen....

Interview mit Frau Gutmann zur Lage des Frauen- und Kinderschutzhauses der Mitternachtsmission Heilbronn: Mit den bestehenden Ausgangsbeschränkungen und der damit einhergehenden Isolation von Familien, auf zum Teil engsten Raum, wird von vielen Experten ein Anstieg häuslicher Gewalt und damit eine erhöhte Nachfrage für Beratungsangeboten und Schutzunterkünften für Frauen und Kinder befürchtet. Frau Alexandra Gutmann hat uns einen Einblick in die sehr wertvolle Arbeit und die aktuelle Lage in der Beratungsstelle sowie im Frauen- und Kinderschutzhaus der Mitternachtsmission Heilbronn gegeben. Seit 25 Jahren leitet sie die seit 1955 bestehende Mitternachtsmission Heilbronn. Frau Gutmann, an wen richtet sich die die Heilbronner Mitternachtsmission im Bereich Frauen- und Kinderschutzhaus? Zunächst richtete sich die aufsuchende Arbeit an Frauen, die in der Nachkriegszeit der Prostitution nachgingen. 1979 wurde das Frauen-...

Zu den Evangelischen Frauen in Württemberg gehört auch das Evangelische Familienpflegerinnen und Dorfhelferinnenwerk FDHW. In unserem Blog schreibt heute Doris Häfner über ihre Arbeit als „Haushaltshilfe“ in Familien in besonderen Lebenssituationen. Sie ist seit 1989 als Dorfhelferin bei FDHW angestellt. Doris Häfner sagt: „Dieser Bericht soll Frauen und Familien ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und der Bericht soll Frauen ermutigen, vielleicht den Beruf als Familienpflegerin für sich zu entdecken.“ Der erste Kontakt führt oft schon zu Entspannung „Guten Tag! Ich bin die Hilfe, die ab Montag zu ihnen kommt, um sie zu unterstützen.“ So, oder so ähnlich habe ich diesen Satz in den letzten 30 Jahren schon oft am Telefon ausgesprochen. Es ist meist der erste Kontakt zwischen mir und den...

Was gibt’s zum Essen? – Trotz der Pluralisierung von Lebens- und Familienformen sowie der zunehmenden Gleichstellungsbemühungen, übernehmen Frauen immer noch den Großteil der Hausarbeit, wie aktuelle Zahlen von Eurostat und dem Statistischen Bundesamt zeigen (https://de.statista.com/infografik/15857/verteilung-von-hausarbeit-bei-maennern-und-frauen/). In Deutschland waren es 2016 72 Prozent der Frauen ab 18 Jahren, die täglich kochen und/oder Hausarbeit verrichten. So liegt die Beantwortung der Frage, was es denn zum Essen gibt, weiterhin überwiegend bei Frauen und geht immer auch mit der Einkaufs- und Essensplanung einher. Lebensmittel und Lebensmittelverschwendung sind aber keineswegs ein rein frauenspezifisches Anliegen, sondern muss gesellschaftlich und politisch zum Thema gemacht werden. Das hat sich beispielsweise Foodsharing (https://foodsharing.de/) zur Aufgabe gemacht. Als bundesweites Netzwerk mit vielen lokalen Gruppen, macht Foodsharing auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam, geht...

Gott, hinter mir liegen 75 Jahre. 75 mal Weihnachten, das Fest, in dem DU uns Menschen – mir – ganz nahekommst. Diese Feste waren nicht alle schön! Es gab Unfrieden auf der Welt, Unzufriedenheit in meinem Leben, Streit in meinen Ehen, Missverständnisse in der Familie, Missmut über lästige Pflichten, Enttäuschungen wegen meiner falschen Erwartungen … Dennoch: Wo ich gehe – DU! DU warst wenigstens immer dabei, DU warst der feste Boden, der Halt, das Tragende, das Währende … Gott, hinter mir liegen 75 Jahre. 75 mal Weihnachten, das Fest, in dem DU uns Menschen – mir – ganz nahekommst. Ich bin in den Jahren und an diesen Festen gewachsen. Ich habe geblüht – Vielleicht gab es auch Frucht? Ich habe geblüht. Ich war schön – bin es noch immer - ABER: der Reif des Lebenswinters fällt jetzt auf mich, der Reif der Endlichkeit, der Reif der Vergänglichkeit – ODER ist es der Reif der...

Die Interessengemeinschaft Diakoninnen hatte sich eingeklinkt beim Jubiläum zu „100 Jahre Evangelische Frauen in Württemberg“ bei denen wir schon lange Jahre Mitglied sind. Nachdem wir auch Studentinnen und Junge Diakoninnen für unsere Veranstaltungen gewinnen wollten, haben wir uns für dieses Thema entschieden, das aktueller ist denn je und uns in unserer diakonischen Verantwortung betrifft. Am Donnerstag, den 10.10 konnten wir einen vollen Saal mit Interessierten begrüßen zu einem Vortrag von Kinga Gyökössy-Rudersdorf, die als Referentin für die „Kampagne für saubere Kleidung“ ihren reichen Erfahrungsschatz einbrachte. Eingestiegen ist sie mit einer Modenschau von traditionellen Frauenkleidern aus verschiedenen Kontinenten. Faszinierend, welche Geschichten diese Kleider über ihre ehemaligen Trägerinnen aussagen. Wie aufwändig und praktisch sie für die Bedürfnisse der Frauen in ihrem jeweiligen Kulturkreis gearbeitet...

„Ihr verändert ja sowieso nichts“- Doch, aber es beginnt mit kleinen Schritten Eine meiner besten Freundinnen motzt immer, wenn ich mit anderen Freund*innen während der Schulzeit zu Fridays For Future gehe. „Ihr lebt doch auch alle nicht nachhaltig. So wichtig ist es euch dann also doch nicht. Was gibt euch dann das Recht, dafür zu demonstrieren? Es verändert ja sowieso nichts! “ Mit ein paar Dingen mag sie vielleicht Recht haben, wir leben tatsächlich nicht nachhaltig (genug). Doch verändern tut sich sehr wohl etwas. Wir setzen uns viel intensiver als vorher mit dem Thema Klimaschutz und umweltfreundlichem Leben auseinander. Es fängt mit kleinen Dingen an. Bei einigen Demonstrationen finden Diskussionskreise statt. Das heißt, wir sprechen miteinander über vorgegebene Themen. Ein Thema neulich war Verpackungsmüll,...