Von Herzen gerne: Internationaler Tag des Kusses!

Küssen verbessert die Stimmung, ist gut fürs Immunsystem und baut Stress ab.

Auch wenn sich Wissenschaftler über die historischen Wurzeln des Kusses bisweilen streiten: Das Küssen gilt in vielen (westlichen) Kulturen als Zeichen von Freundschaft, Liebe und Verbundenheit.

Verschiedene Spielarten des Kusses

Auch in der Bibel ist das Küssen alles andere als verboten. Die Website der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau widmet dem Thema sogar eine eigene Website. Kein Wunder: Laut dem Autor Pfarrer Horst Peter Pohl sei die Bibel “doch eine einzige Liebesgeschichte Gottes mit dem Menschen”. Wie heute werde der Kuss in der Heiligen Schrift “zur freudigen oder ehrenvollen Begrüßung und zum Abschied” verwendet und habe ganz unterschiedliche Bedeutungen.

In dieselbe Kerbe schlägt das Evangelische Sonntagsblatt: Der Kuss sei ein in alttestamentlichen Zeiten übliches “Zeichen der Freundschaft”, vom leidenschaftlichen Ausdruck in der erotischen Zweierbeziehung ganz abgesehen. Die Redakteurin Elke Zimmermann betrachtet aber auch das missbräuchliche Küssen als Symbol des Verrats. Die wahrscheinlich bekannteste Ausprägung ist der Judaskuss im Neuen Testament.

Den Interpretationen des Kusses in verschiedenen Kulturen widmet sich das Online-Portal evangelisch.de in einem eigenen Beitrag. Wer hätte gedacht, wie stark sich selbst Britinnen und US-Amerikaner bei der Wahrnehmung des Küssens im Kontakt mit dem anderen Geschlecht unterscheiden?

Küss die Hand, schöne Frau

Überhaupt kann es durchaus erheiternd sein, sich einmal mit den internationalen Bräuchen beim Küssen zu befassen. So waren beispielsweise unsere Nachbarn aus Österreich traditionell die Meister des formvollendeten Handkusses. “Küss die Hand, schöne Frau …” ist demnach nicht nur ein bekannter Songtext der österreichischen Band “Erste Allgemeine Verunsicherung”.

Hat nicht sowieso jede von uns ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem Küssen? Sei es als zärtliche Geste zwischen Mutter und Kind, leidenschaftliche Begegnung in der Paarbeziehung oder als Akt der freundschaftlichen Zuneigung. Ich finde: an dieser Stelle können wir auf eine wissenschaftliche Erklärung getrost verzichten.

Machen wir einfach weiter und küssen von Herzen gerne!

Bilder: pixabay, public Domain

Mirjam Hübner
Mirjam Hübner
mirjam.huebner@online.de

Mirjam Hübner ist freiberufliche Journalistin und Kommunikationstrainerin. Sie berät die Evangelischen Frauen in Württemberg bei der Kommunikation in sozialen Medien und der Pressearbeit zum Jubiläum. In ihrer Freizeit wandert und liest sie gerne - am liebsten mehrere Bücher gleichzeitig.

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