“Ein besonderes Geschenk sind für mich die persönlichen Begegnungen”

Sylvia Donath ist vielfach in der evangelischen Frauenarbeit engagiert. Wir haben mit ihr über die Arbeit im Bezirksarbeitskreis Frauen (BAF) Neuenbürg und die Herausforderungen der Corona-Zeit gesprochen.

Frau Donath, berichten Sie uns doch kurz, seit wann und auf welche Weise Sie sich ehrenamtlich in der evangelischen Frauenarbeit engagieren. 

Im BAF des Kirchenbezirks Neuenbürg bin ich seit acht Jahren aktiv und war auch schon zuvor  in meiner Heimatgemeinde im WGT-Team engagiert. Darüber hinaus arbeite ich seit zirka anderthalb Jahren im Fachausschuss Glaube und Gemeinde mit und wirke als Prädikantin.

Was hat sich in Ihrem Engagement in der evangelischen Frauenarbeit während der Pandemie verändert? Was war schwierig und was – vielleicht überraschenderweise – besonders schön?

Unsere Arbeit ging auch in der Pandemie weiter, herausfordernd war es neue Formate zu entwickeln und den Kontakt zueinander aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Begegnungen zum größten Teil digital stattgefunden haben, haben sich manche Beziehungen vertieft und wurden über Telefonate oder Messenger regelmäßiger. Dazu kam, dass wir schon vor Beginn der Pandemie den Wegfall einiger Formate beschlossen hatten und als Bezirksarbeitskreis Frauen mehr Service für die Gemeinden im Bezirk bieten wollten.

Gibt es Errungenschaften aus Corona-Zeiten, die Sie gerne auch zukünftig nutzen möchten?

Wir haben festgestellt, dass nicht jede Sitzung in Präsenz stattfinden muss, was Zeit spart und durch den Wegfall von Fahrten auch ökologisch sinnvoll ist. Dafür erleben wir die Zusammenkünfte in Präsenz intensiver, es ist toll, sich wieder länger und persönlich austauschen zu können. Ein besonderes Geschenk sind für mich Begegnungen, die sich während der Pandemie ergeben haben und die nun endlich “live und in Farbe” stattfinden können. Ich achte noch mehr darauf: Was ist mir wichtig, was tut mir gut? Wenn ich etwas für andere gestalten darf, ist das ein besonderes Geschenk für mich.

Ein Ausblick in die Zukunft: Was brennt Ihnen besonders unter den Nägeln, wenn Sie an die evangelische Frauenarbeit der Zukunft denken?

Mir ist wichtig, dass wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und wieder aktiv werden. Wir haben jetzt die Chance, neue Formate zu entwickeln und Erfahrungen aus den vergangenen Jahren fruchtbar zu machen. Dabei darf die Pandemie auch ein Schnitt sein, damit wir von manchem, das nicht mehr trägt, würdevoll Abschied nehmen können. Mir persönlich ist es wichtig, dass wir als Christinnen unsere Stimme in der Welt zeigen und Begegnungs- sowie Gesprächsmöglichkeiten schaffen. Mich begeistern die vielen engagierten Frauen an ganz unterschiedlichen Orten, die sich mit ihren Gaben einsetzen und trotz der vielen Herausforderungen nicht aufgeben.

Frau Donath, herzlichen Dank für Ihre Antworten!

Mirjam Hübner
Mirjam Hübner
mirjam.huebner@online.de

Mirjam Hübner ist freiberufliche Journalistin und Kommunikationstrainerin. Sie berät die Evangelischen Frauen in Württemberg bei der Kommunikation in sozialen Medien und der Pressearbeit zum Jubiläum. In ihrer Freizeit wandert und liest sie gerne - am liebsten mehrere Bücher gleichzeitig.

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