Lore Raudonat

12 Fragen an: Lore Raudonat

Die Evangelischen Frauen in Württemberg leben vom Engagement ihrer Mitarbeiterinnen. Heute stellen wir Lore Raudonat in unserer Interviewreihe “12 Fragen an …” vor.

1. Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Andacht oder Predigt aus?
Wenn vertraute Texte eine neue unerwartete Botschaft haben.
2. Wen stellen Sie sich vor, wenn Sie die Angebote für die Evangelischen Frauen planen?
Neugierige Frauen, die sich einbringen und beteiligen wollen. Frauen, die bereit sind, eine neue Perspektive einzunehmen und sich auf Herausforderungen einlassen.
3. Welche Sendungen schauen Sie, um gesellschaftspolitisch up to date zu bleiben?
Hin und wieder eine Talkrunde, am liebsten das Nachtcafe auf dem Dritten. Regelmäßig lese ich Publik Forum und WELTSICHTEN und bekomme so einen Eindruck von den Themen, die im kirchlichen und weltweiten ökumenischen Kontext dran sind.
4. Und welche, um sich zu entspannen?
Nach den Nachrichten bleibe ich manchmal im Dritten hängen, „Expeditionen in die Heimat“ oder „Lecker aufs Land“. Aber jetzt im Sommer entspanne ich mich lieber auf meinem Balkon beim Sonnenuntergang über den Dächern Ludwigsburgs.
5. Welches Buch, außer der Bibel, spielt eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?
Da gibt es viele, die mich jeweils in einem bestimmten Lebensabschnitt beeindruckt haben. Als Jugendliche hat mich das Tagebuch der Anne Frank, die Biografien von Hans und Sophie Scholl, von Martin Luther King bewegt. Dann habe ich Dorothee Sölle entdeckt. Seit vielen Jahren lese ich sehr gerne Romane von Schriftstellerinnen aus afrikanischen Ländern.
6. Welche Musik hören Sie gerne?
Alles außer (deutscher) Volksmusik. Weltmusik höre ich dagegen sehr gerne.
7. Auf wen würden Sie gerne mal eine Laudatio halten?
Auf meine Großmütter.
8. Worüber haben Sie sich das letzte Mal so richtig geärgert?
Über einen jungen Mann in der S-Bahn, der lauthals am Telefon viel zu viel Privates und Berufliches ausgebreitet hat.
9. Und worüber das letzte Mal herzhaft gelacht?
Da kann ich mich nicht erinnern – oh je, das ist nicht gut! Hoffentlich lesen das viele und bringen mich bald zum Lachen.
10. Wo haben Sie Gott zuletzt angetroffen?
In einem völlig runtergekommenen ehemaligen Bürohochhaus mitten in Lagos, Nigeria. Dort leben jetzt Hunderte Frauen, Männer und Kinder, die aus dem Kongo und anderen westafrikanischen Ländern nach Nigeria geflohen oder auf dem Weg nach Europa dort gestrandet sind.
11. Was ist Ihre allererste Erinnerung an Kirche?
Kinderkirche mit ganz wenigen Kindern in einem Kellerraum der katholischen Kirche in meinem Heimatort. Und für regelmäßiges Kommen gab es ein Blumenbildchen mit Bibelvers. Eines davon habe ich immer noch in meinem Gesangbuch.
12. Ihr (aktuell?) liebstes Bibelwort:
„Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ das Motto für den nächsten WGT – Gottesdienst, den Frauen aus Simbabwe geschrieben haben.
Foto: EFW
Mirjam Hübner
Mirjam Hübner
mirjam.huebner@online.de

Mirjam Hübner ist freiberufliche Journalistin und Kommunikationstrainerin. Sie berät die Evangelischen Frauen in Württemberg bei der Kommunikation in sozialen Medien und der Pressearbeit zum Jubiläum. In ihrer Freizeit wandert und liest sie gerne - am liebsten mehrere Bücher gleichzeitig.

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