Die Vorbereitung auf die digitale Reise in die Weltgebetstagländer England, Wales und Nord Irland

 

Marisa Kratzer macht ihr Praxissemester bei EFW. Hier auf unserem Blog berichtet sie von der Vorbereitung der digitalen Reise nach England, Wales und Nord Irland.

Mehr als 3 Monate meines Praxissemesters bei den EFW sind nun vergangen. Die Zeit verging sehr schnell. Aber das tut sie bekanntlich, wenn man viel arbeitet und lernt – und das habe ich. Ich habe die digitale Reise nach England, Wales und Nord Irland vorbereitet und währenddessen viel über den Weltgebetstag im Allgemeinen, über die nächsten Weltgebetstagsländer und vor allem Projektmanagement gelernt. Davon möchte ich berichten.

Aber erstmal von Anfang an: Was ist überhaupt eine digitale Reise? Eine „normale“ Reise kennt jede und jeder: Der Reiseort steht fest, die Unterkünfte sind gebucht, das Verkehrsmittel zum Reiseort gewählt und dann natürlich kurz vorher der Koffer gepackt. Wir wären gerne in die Länder England, Wales und Nord Irland gereist, doch das ist derzeit aufgrund der Corona-Pandemie und der Brexit-Situation nicht möglich. Deshalb habe ich mich mit Denise Katz, zuständige Referentin bei den EFW, für eine digitale Reise entschieden. Bei der Planung und Umsetzung werde ich von allen Kolleginnen unterstützt. Bei der Reise lernen die Teilnehmerinnen die Kulturen der Länder kennen und diskutieren über aktuelle Themen, welche die Frauen vor Ort beschäftigt. Vom 14. bis zum 19. Juni gibt es jeden Tag einen Morgenimpuls und eine digitale Abendveranstaltung. Aber was wäre eine Reise ohne Koffer? Diesen Koffer haben wir mit Leckereien aus den drei Ländern gepackt und an die Teilnehmerinnen geschickt.  Das Einkaufen der Gegenstände für den Koffer war eine sehr interessante Erfahrung: Immer wieder wurde ich irritiert angeschaut und die Blicke fragten förmlich „Was will eine junge Frau mit 16 Packungen Haferflocken? Oder 15 Kerzen? Und das in mehreren Läden, bis wir alles für die 45 Teilnehmerinnen besorgt hatten. Aber das Resultat begeistert nicht nur uns vom EFW-Team, sondern auch die Teilnehmerinnen. Auf dem Foto sehen Sie unsere „Packstraße“ zur Befüllung der Koffer

Die Vorbereitung der digitalen Reise bereitet mir viel Freude, war für mich auch hin und wieder herausfordernd. Ich bin sehr dankbar, dass ich so ein großes Projekt auf die Beine stellen darf und sehr wertschätzende Unterstützung von allen Seiten erfahren habe. Lore Raudonat, die ehemalige zuständige Referentin für den WGT, hat mir ganz am Anfang meines Praxissemesters und kurz vor Ihrem Ruhestand gesagt: „Wenn man den Weltgebetstag vorbereitet, werden einem engagierte Frauen zugesandt.“ Auch ich hatte dieses Erlebnis immer wieder. So war ich beispielsweise nicht lange auf der Suche nach Referentinnen. Denn potentielle Referentinnen, die ich anfragte, konnten mir meistens weitere engagierte Frauen nennen, die einfach wunderbar für die Aufgabe oder das Thema passten. Dieses Netzwerk finde ich sehr beeindruckend und durch die Frauen und die Vorbereitung auf die digitale Reise habe ich sehr viel gelernt:

Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und vor allem die Kommunikation mit Referentinnen waren nur ein paar meiner Aufgaben. Denn ich musste viele E-Mails schreiben und Meetings moderieren, um die Abendveranstaltungen der digitalen Reise zu planen und abzustimmen. Die ersten Mails und Meetings waren etwas unstrukturiert. Aber die Referentinnen brachten mir viel Verständnis und Geduld entgegen und wir sind zu guten Ergebnissen gekommen. Eine schöne Erfahrung war beispielsweise, als mir eine Referentin gegen Ende der Vorbereitung gesagt hat, dass sich meine E-Mails und mein Moderieren in den Meetings sehr verbessert haben. Diese Rückmeldung hat mich sehr gefreut.

Am herausforderndsten war für mich, gelassen auf Planänderungen zu reagieren. Es haben sich einige Abendveranstaltungen anders entwickelt, wie sie anfangs gedacht waren. Dadurch habe ich gelernt, dass der Planungsprozess entscheidend für die Umsetzung ist und nicht die anfängliche Idee. Heute reagiere ich ruhiger auf Dinge, die anders laufen als geplant. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Fähigkeit während diesem Projekt lernen konnte.

Der Weltgebetstag beeindruckt mich immer wieder. Deshalb möchte ich einen Gedanken teilen, der mich während der gesamten Vorbereitung der digitalen Reise begleitet. Der Weltgebetstag 2022 aus England Wales und Nordirland steht unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“. Ich begegne vielen engagierten Frauen während meines Praxissemesters, die den Weltgebetstag gestalten und sich dadurch für Mädchen und Frauen weltweit einsetzen. Diese Frauen sind für mich Hoffnungsträgerinnen. Durch sie sehe ich eine Zukunft für eine gerechtere und friedlichere Welt und die große Chance und Kraft des WGT. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die zu der Durchführung der digitalen Reise beitragen und die vielen haupt- und vor allem ehrenamtlich tätigen Frauen, die den Weltgebetstag vorbereiten.

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Marisa Kratzer
EFW-Praktikum@ELK-WUE.DE
1 Kommentar
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    Annette Holterbosch
    Veröffentlicht um 11:38h, 29 Juli Antworten

    Liebe Marisa, mit Freude verfolge ich Deine Arbeit. Ich mache mich schon seit Längerem für digitale Möglichkeiten rund um den WGT stark. gerade jetzt in der Pandemiezeit 2020, 2021 und auch noch die nächsten Jahre. Auch wünsche ich mir speziell in Deutschland mehr Familien, Mädchen, junge Frauen, und Mütter mit kleinen Kindern. Durch die Organisation oft durch kfd und ev. Frauenhilfe bleibt der WGT leider immer ein Zusammenkommen von mehr älteren als jüngeren Teilnehmerinnen.. Natürlich ist es schön, dass sich soviele ältere Frauen treffen und ihre Köstlichkeiten aus dem jeweiligen Land sind immer himmlisch.

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